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Die stillen Helden von Bebra
Ein Blick hinter die Kulissen des städtischen Bauhofs
Zum Arbeitsalltag gehören
Es ist noch dämmrig über nerarbeiten, in der Kolonne ar- das, was das Stadtbild lebendig auch weniger sichtbare, aber
Bebra, als auf dem Gelände beiten verschiedene Gewerke macht. Mäharbeiten und Pflan- ebenso wichtige Aufgaben.
des städtischen Bauhofs be- Hand in Hand, damit städtische zungen gehören ebenso dazu Auf den öffentlichen Spielplät-
reits Bewegung herrscht. Eine Gebäude zuverlässig funktionie- wie Dauer- und Wechselbe- zen und den Anlagen der Kin-
kurze Teambesprechung über ren. Es sind die stillen Repara- pflanzungen sowie die regelmä- dertagesstätten werden re-
den Tagesablauf, dann rollen turen und Instandhaltungen, ßige Bewässerung der Anlagen. gelmäßig die Geräte geprüft,
die ersten Fahrzeuge vom Hof. die den Alltag tragen. Auch in Bebra’s Innenstadt ist damit Kinder sicher spielen
Während anderswo der Kaf- Für den Bürger sichtbarer wird die Kolonne fleißig im Einsatz. können. Und auch auf den
fee noch durchläuft, sind sie die Arbeit der Straßenkolonne. Frische Bepflanzungen setzen Friedhöfen ist der Bauhof tä-
längst unterwegs. Was später Schilder werden gerichtet und neue Akzente und zeigen, wie tig. Dort werden Gräber aus-
gehoben und vorbereitet. Die
selbstverständlich wirkt, be- Pflasterflächen ausgebessert, viel kontinuierliche Pflege hinter dortigen Aufgaben verlangen
ginnt hier oft unbemerkt. Straßen werden regelmäßig einem ansprechenden Erschei- Fingerspitzengefühl und Re-
Insgesamt 33 Mitarbeitende kontrolliert. Auch bei städ- nungsbild steckt. spekt vor dem Ort.
halten den Betrieb am Laufen. tischen Veranstaltungen ist die Ein aktuelles Beispiel, wie die Zurück auf dem Bauhofgelän-
Organisiert ist der Bauhof in Kolonne unverzichtbar. So wer- Kolonnen des städtischen Bau- de in der Eisenacher Straße 70
drei Kolonnen, die wie Zahn- den Absperrungen aufgebaut hofs ineinandergreifen, liefert wird derweil geschraubt und
räder ineinandergreifen: die und Verkehrsführungen gesi- der Breitenbacher See. Vor dem vorbereitet. In der eigenen
Immobilien-Kolonne, die Stra- chert, anschließend wird alles Uferbereich wurde am 07. April Werkstatt werden Fahrzeuge
ßen-Kolonne und die Grüne wieder zurückgebaut. „In den eine Umkleideschnecke aufge- und Geräte instand gehalten,
Kolonne. Koordiniert wird das letzten Jahren sind im Stadt- stellt. Geplant und gebaut von damit draußen alles reibungs-
Ganze von den Bauhofleitern marketing deutlich mehr Ver- den Mitarbeitenden der Immo- los läuft. Denn Stillstand kann
Christian Sass und Stellver- anstaltungen dazugekommen. bilien-Kollone selbst. Funktional sich hier niemand leisten.
treter Jörg Brinkmann, unter- Unsere Einsätze haben dadurch und robust fügt sie sich mittler- Manchmal kommt die Arbeit
stützt vom Vorarbeiter Stefan spürbar zugenommen, auch an weile in die Umgebung ein. Ein des Teams auch in Form von
Werner. Tanja Lecke ist im den Wochenenden“, beschreibt kleines Bauwerk, das viel über Anerkennung direkt zurück.
Büro tätig. Jörg Brinkmann den tatkräf- den Anspruch verrät, Lösungen Es sind die kleinen Momente,
Die Immobilien-Kolonne ist tigen Einsatz des Teams. pragmatisch und eigenständig die viel bewirken. So erreichte
dort im Einsatz, wo man sie Nicht weniger prägend für das umzusetzen. Zudem war die den Bauhof vor wenigen Wo-
meist erst bemerkt, wenn Stadtbild ist die Arbeit der Grü- Straßen-Kolonne am See im chen eine E-Mail mit einem
etwas nicht mehr geht. Ob nen Kolonne. Sie ist gewisser- Einsatz, wo der Wegebau für ausdrücklichen Dank für die
Heizung und Sanitär oder maßen das „Gesicht“ der Stadt- eine verbesserte Infrastruktur gelungene Bepflanzung im
Elektroarbeiten und Schrei- pflege und kümmert sich um vorangetrieben wurde. Stadtgebiet. „Es hat uns ge-
freut, dass sich ein Bürger
abends extra die Zeit nimmt,
uns noch eine Mail zu schrei-
ben und zu loben. Erst denkt
man ja an eine Beschwerde,
die geht oft leichter als ein
Lob. Umso mehr haben wir
uns natürlich über die posi-
tive Nachricht gefreut“, sagt
Christian Sass. Solche Rück-
meldungen sind selten, aber
sie sorgen für Gänsehautmo-
mente bei den Mitarbeitenden.
Der Eindruck eines jeden
Tages in Bebra bleibt:
Der Bauhof drängt sich nicht
in den Vordergrund. Und
doch ist er im Detail ebenso
wie im Gesamtbild der Stadt
präsent. In gepflasterten
Wegen, in gemähten Wie-
sen, in Beeten und Grünan-
lagen, in Beschilderungen
und jedem sicheren Spielge-
rät. Es ist die Summe vieler
Handgriffe, die am Ende das
Bild einer funktionierenden
Stadt ergeben.
18 | das beste!

