"Klein Bebra" ist ab sofort in dem Ladenlokal direkt am Wendehammer unterhalb des Rathauses zu bestaunen. Durch das Fenster sieht man rechts das Rathaus und hinter dem Wendehammer das Schulamt.

„Klein-Bebra“ ist wieder da: Ausstellung wird fortgesetzt

Monatelang hatte Mousa Malki gebastelt. Aus Dankbarkeit für die herzliche Aufnahme in Bebra wollte sich der syrische Flüchtling erkenntlich zeigen. Aber wie? Malki hatte eine Idee: Gemeinsam mit seiner Frau sammelte er bei jedem Einkauf Pappkartons. Daraus bastelte er die Häuser von Bebra nach – eins nach dem anderen. „das be!“, die Kirchen, die Feuerwehr, Fritz 50 – es wurden immer mehr. Am Ende waren es über 50 Gebäude samt den prägnanten Straßen, Straßenkreuzungen, Verkehrskreiseln und sogar dem Spielplatz am Anger. Die Wohnung des gelernten Schweißers und Landmaschinenmechanikers quoll über; Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche – alles war zu einem riesigen Bebra-Diorama geworden, in dem man kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen konnte.

Im November baute Mousa Malki seine geliebte Stadt Bebra dann im be! auf – und die Resonanz war riesig! Die Besucher des Einkaufszentrums waren begeistert von dem, was der Syrer geschaffen hat und konnten sich nicht sattsehen an den liebevoll gestalteten Häusern mit den vielen Details.

Als „Klein-Bebra“ wieder abgebaut wurde, war die Trauer groß. „So etwas Schönes kann man doch nicht einfach einlagern. Das müssen die Menschen sehen können“, sagten viele. Stimmt – für ein Lager ist das, was Mousa Malki geschaffen hat, wirklich viel zu schade. Also machte sich die Stadtentwicklungesellschaft auf die Suche nach einer geeigneten Ausstellungsfläche und wurde schnell fündig.

In der Rathausstraße 7, dem Haus der Anwaltskanzlei Dr. Knoth, gibt es ein Ladenlokal in guter Lage, das derzeit leer steht. Eigentümer ist die Rotenburger Familie Obermüller. Befragt, ob sie ihren Laden als Ausstellungsfläche für „Klein-Bebra“ zur Verfügung stellen würden, war die Familie sofort einverstanden. „Wir haben die Häuser im be! gesehen. Das war wirklich großartig“, sagt der selbstständige Landschaftsgärtner Peter Obermüller. Mousa Malki hat seine Stadt bereits in dem Laden mit der großzügigen Schaufensterfläche direkt am Wendehammer unterhalb des Rathauses aufgebaut. Bis das Geschäft neu vermietet wird, kann man die Ausstellung dort bewundern – dank Familie Obermüller.

Übrigens: Wer sein eigenes Haus aus Karton nachgebaut haben möchte, darf sich gerne mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Bebra (Tel. 06622 / 501 – 220, Dirk Lorey) in Verbindung setzen. Der Häuslebauer von Bebra freut sich sehr über das Interesse.

 

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1 Kommentar

  1. helgard keller-cost

    Wunderschön. Werde mir das mal bei Geleenheit anschauen.
    Viel Glück für die syrische Familie. H.Kellet

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