Einblick in das spektakuläre Inselgebäude Bebra: Im Rahmen des Programms „Blauer Sonntag“ haben Besucher die Gelegenheit, vor der Eröffnung im Herbst hinter die Kulissen dieses einmaligen Bauwerks zu sehen und seine neuen Funktionen zu entdecken. (Foto: Dirk Lorey)

Industriekultur hautnah erleben: Am „Blauen Sonntag“ wird in Bebra Eisenbahngeschichte präsentiert

Spannende Blicke hinter die Kulissen bietet der „Blaue Sonntag“, den die Fördergesellschaft Nordhessen jährlich organisiert. Mittlerweile erstreckt sich die Veranstaltung über mehrere Tage. Namhafte nordhessische Stätten der Industriekultur öffnen zu dem Anlass ihre Türen und gewähren Einlass.

Zu den besonderen Orten gehört auch Bebra. Am 28. August und 4. September bietet die Eisenbahnerstadt eine hervorragende Gelegenheit, sich über den historischen Bahnhof, seine wechselvolle Geschichte und seine Zukunftsperspektiven zu informieren. Der 1848 eröffnete Bahnhof in Bebra war über viele Jahrzehnte hinweg ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland. Doch nach dem Fall der Mauer sank seine Bedeutung stetig. Das Inselgebäude des Bebraer Bahnhofs stellt jedoch noch immer ein bedeutendes Denkmal der Industriekultur und Zeitgeschichte dar. Seine Geschichte ist auf vielfältige Weise mit Entwicklungen und Ereignissen der hessisch-thüringischen sowie der deutschen und europäischen Geschichte verbunden – Lebensader, zentraler Eisenbahnknotenpunkt und Grenzstation.

Die Ausstellung im Inselgebäude wird vorbereitet.

Die Stadt Bebra saniert das Inselgebäude und haucht ihm neues Leben ein. Im November öffnet hier eine aufwendig kuratierte Ausstellung, die z.B. anhand spannender Zeitzeugengeschichten und eindrucksvollen Ereignissen sowie zweier Eisenbahnmodellanlage die Bahnhofshistorie zeigt und lebendig macht. Darüber hinaus beherbergt das Bauwerk dann u.a. ein Gründerzentrum, den Sitz der Stadtentwicklung mit der Tourist-Information sowie einen Co-Working-Space. Kurz vor der Eröffnung, in der heißen Endphase, nehmen Bürgermeister Stefan Knoche und Stefan Pruschwitz, Geschäftsführer der Stadtentwicklung Bebra GmbH, die Besucher mit auf eine einstündige Preview-Führung durch das Inselgebäude.
Treffpunkt ist an beiden Tagen um 11.00 und 14.00 Uhr am Lokschuppen Bebra (Gilfershäuser Str. 12b). Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen ist die Teilnehmeranzahl beschränkt und eine Anmeldung bei der Stadtentwicklung Bebra GmbH (Telefon: 06622-501222, E-Mail: seb@bebra.de) erforderlich.

Ein weiteres Schmankerl der Bebraer Eisenbahngeschichte ist der Wasserturm, eines der Wahrzeichen der Stadt. In dem prägnanten Gebäude aus dem Jahr 1910 betreiben die Eisenbahnfreunde Bebra ein Museum. Eisenbahngeschichtliche Zeugnisse wie ein Fahrkartenausgabe-Schalter, ein Fahrkartenschrank um 1900, ein Fahrdienstleiterplatz und ein Streckenblock mit mechanischer und elektrischer Verriegelung werden hier gezeigt.

Der Wasserturm in der Oststraße 25 hat am Sonntag, den 26. September von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im gleichen Zeitraum findet auch der Sonderfahrtag der Museumseisenbahn über die 1,6 Kilometer lange Strecke statt. Im Viertelstundentakt führt die Fahrt der Schmalspurbahn bis nach Weiterode und zurück. Für Verpflegung, Snacks und Erfrischungen ist gesorgt.

Weitere Informationen zum Blauen Sonntag gibt es im Internet unter www.blauer-sonntag.de.

 

 

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