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Imshäuser Gespräche: „Migration wagen und gestalten“

„Migration ist kein Problem, das wir lösen können, sondern eine Realität, die wir lernen müssen zu managen“ konstatiert William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Auch wenn uns 2015 nicht, wie in den Medien beschrieben, eine „Flüchtlingswelle“ überrollt hat, so haben die globalen Fluchtbewegungen doch unsere politische und öffentliche Debatte ganz grundlegend verändert. Das gleiche gilt im Besonderen für die Entwicklungszusammenarbeit im Sinne des weltweiten Flüchtlings- und Migrationsmanagements.  Dabei fiel es oftmals schwer, zwischen evidenzbasierten und populistischen, normativen und realpolitischen Positionen und Interessen zu unterscheiden und zu navigieren. Gibt es so etwas wie normative Prinzipien zur Gestaltung einer sicheren, geregelten und würdevollen Migrationspolitik (globales Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030), die eine Antwort auf realpolitische Interessen und Problemstellungen liefern? Wie kann Menschenschmuggel und Menschenhandel gemindert werden? In welchem Verhältnis stehen die Menschenrechte der Migranten und das Recht von souveränen Staaten die Einreise in das Staatsgebiet zu kontrollieren?

 Valeska Onken und Peter Bonin wollen unter dem Titel „Migration wagen und gestalten“ einen Blick auf die globale, europäische und deutsche Politik im Bereich Migration werfen, sowie anhand von konkreten Maßnahmen (insbesondere in Afrika) den Realitätscheck wagen:

  • Was bringt der Global Compact on Migration – mehr Verbindlichkeit der Staatengemeinschaft?
  • „Fortress Europe“ oder Freizügigkeit als Errungenschaft?
  • Deutschland: Einwanderungsland oder „wir schaffen das“ nicht?
  • Grenzen ziehen in Afrika vs. Migration fördern, um Entwicklung zu ermöglichen?

 Das Gespräch beginnt am Freitag, 16. Februar, ab 19 Uhr im Herrenhaus der Stiftung Adam von Trott, Im Trottenpark 1, Imshausen.

 Valeska Onken arbeitet seit 12 Jahren zu den Themen Vertreibung, Flucht und Migration. Sie konnte dabei Erfahrungen bei den Vereinten Nationen in Südsudan, Kenia und Genf, sowie in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auch im Südsudan und in der Zentrale der GIZ in Eschborn sammeln.
P
eter Bonin arbeitet seit 15 Jahren in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmhH (GIZ) in unterschiedlichen Regionen und mit unterschiedlichen Aufgaben. Er ist seit den letzten sechs Jahren Leiter des Sektorvorhabens Migration und Entwicklung, das vornehmlich das Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu den Potenzialen von Migration für nachhaltige Entwicklung berät.

 

 

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