Spricht online über die Umdeutung des Begriffs "Widerstand" und die neue Rechte: Sozialwissenschaftler und Theologe David Begrich.

Imshäuser Gespräch mit David Bergrich als Webinar: Der Widerstand und die „Neue Rechte“

Das kommende Imshäuser Gespräch mit David Bergrich findet am Freitag, 26. Juni, ab 19 Uhr als „Webinar“ online statt. Dazu teilt die Stiftung Adam von Trott mit:

„Bereits seit einigen Jahren wird von rechtsextremer Seite versucht, den Begriff „Widerstand“ neu zu besetzen und zu instrumentalisieren. So stilisieren sich diese Gruppen als Opfer, bezeichnen das politische System der Bundesrepublik als Diktatur und wollen sich unter dem Rückgriff auf den Widerstand gegen den Nationalsozialismus legitimieren. Dies ist historisch falsch und empört alle, die sich tatsächlich mit Widerstand beschäftigen.

Wahlplakate mit dem Porträt von Sophie Scholl und einem Zitat aus einem Flugblatt der „Weißen Rose“ sind lediglich eines von mehreren Beispielen dafür, wie extreme Bewegungen den Widerstandsbegriff für ihre Zwecke nutzen. Publikationen wie die „Die Junge Freiheit“ (JF), das Sprachrohr der „Neuen Rechten“, versuchen seit Jahren, den 20. Juli in ihrem Sinne umzudeuten und die AfD postuliert, dass „Widerstand“ gegen die „Merkel-Diktatur“ nötig sei.

Sowohl explizit als auch implizit, mit Worten und Symbolen, nehmen Anhängerinnen der „Neuen Rechten“ auf den militärischen und auch bürgerlichen Widerstand gegen den NS Bezug. Welche Narrative werden hier kreiert? In welchen Kreisen stößt diese Art der Bezugnahme auf Resonanz? Und welche Möglichkeiten des Umgangs damit hat eine Zivilgesellschaft, die sich für Demokratie und gesellschaftlichen Frieden engagiert?“

Zur Person

Der Sozialwissenschaftler und Theologe David Begrich stammt aus Erfurt. Er ist Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei dem Verein Miteinander e. V. in Magdeburg. Aufgrund der aktuellen Sitation findet die Veranstaltung nicht in Imshausen statt, sondern als Webinar auf der Plattform Zoom. Da die Teilnahme am Webinar auf 100 Teilnehmende begrenzt ist, bittet die Stiftung Adam von Trott  um formlose Anmeldung möglichst bis zum 25. Juni unter 06622-42440 oder unter kontakt@stiftung-adam-von-trott.de. Nach Eingang der Mail werden die Zugangsdaten mitgeteilt. Der Eintritt ist frei. Die Stiftung Adam von Trott bittet um eine Spende, um auch in Zukunft interessante „Imshäuser Gespräche“ anbieten können!

 

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