Die Bebraer Bürger kannten ihn aus ungezählten Versammlungen, Ausschuss- und Stadtverordnetensitzungen, wo er stets kompetenter Ratgeber und hoch geschätzter Fachmann war: In der Nacht auf Samstag, den 1. Juli, ist Manfred Klöpfel gestorben. Foto: HNA

Ehemaliger Bauamtsleiter gestorben – Bebra trauert um Manfred Klöpfel

 

Mit Bestürzung und tiefer Trauer hat die Stadt Bebra auf die Nachricht vom Tod Manfred Klöpfels reagiert. Der frühere Bauamtsleiter gilt als Vater des erfolgreichen Stadtumbaus.

„Herr Bürgermeister, ich habe da eine Idee…“ – mit diesen Worten begann vor 17 Jahren die Erfolgsgeschichte des Stadtumbaus in der Biberstadt.

Manfred Klöpfel war zu Bürgermeister Horst Groß gekommen und hatte ihm die bahnbrechenden Umbaupläne für die Innenstadt vorgestellt. Groß schaute sich die Pläne an und reagierte zunächst skeptisch: „Die Steigungen sind doch viel zu groß.“ „Nein, Herr Groß, das habe ich alles schon berechnet!“
Manfred Klöpfel selbst war es, der diese Anekdote immer mal wieder im engen Kreis erzählte. Sie gibt viel von seiner Arbeit preis. Der gelernte Verwaltungsfachangestellte war Visionär, Autodidakt und überaus umsichtiger und fürsorglicher Amtsleiter, der von seinen Mitarbeitern mehr als geschätzt wurde.

In Altbürgermeister Horst Groß hatte Klöpfel mit seinen Ideen einen Partner gefunden, der den Weg für Bebras umfassenden Neubeginn politisch vorantrieb und ihm den Weg ebnete. Ohne den technischen Strategen Manfred Klöpfel gäbe es heute weder das be!, noch die stadtbildprägenden Gebäude, die revolutionäre Verkehrsführung oder das erfolgreiche Instrument der Stadtentwicklungsgesellschaft.

Sein hohes Pflichtbewusstsein ist geradezu sprichwörtlich. Klöpfel übernahm immer wieder zusätzliche Aufgaben um die Neugestaltung seiner Heimatstadt voranzutreiben. Dabei hatte der Baumeister das Glück, dass die Politik in der Biberstadt seine Pläne meist parteiübergreifend umsetzte. In anderen Fällen fand der gewiefte Amtsleiter immer wieder Wege, um sein Ziel im Sinne der Bürger zu erreichen.
Bei allem visionären Denken war Manfred Klöpfel stets ein bodenständiger Mensch, der sich mit sehr hohem persönlichen Einsatz, Gestaltungsfreude und viel Humor für die baulichen Belange in Bebra und den Stadtteilen einsetzte.

„Als ausgewiesener Kenner des Baurechts war er mit seinem Fachwissen über die Grenzen Bebras hinaus anerkannt“, würdigt Bürgermeister Uwe Hassl die Kompetenz Manfred Klöpfels, den er ein gutes halbes Jahr nach seinem Amtsantritt als Bürgermeister nach mehr als 50 Dienstjahren verabschiedete. Hassl: „Manfred Klöpfel hat die Entwicklung unserer Stadt nachhaltig geprägt und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!“

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist der frühere Bauamtsleiter seinem Krebsleiden im Alter von 68 Jahren erlegen. Der Magistrat der Stadt Bebra, die Stadtverwaltung Bebra und die Tochterunternehmen der Stadt, die Stadtwerke Bebra GmbH und die Stadtentwicklungsgesellschaft Bebra GmbH, verneigen sich in höchster Anerkennung vor Manfred Klöpfel.

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Der Mensch geht, die Gedanken an ihn bleiben. Mach’s gut Manfred.

  2. Wolfgang Schneider

    Wir werden Herrn Manfred Klöpfel als Nachbarn als Fa. Augenoptik Schneider ein würdiges aufrechtes Gedenken bewahren . Danke für Ihr stets gutes Miteinander .
    WOLFGANG Schneider und Angehörige

  3. Matthias Schorsch

    Tschüss, Herr Klöpfel. Sie waren für mich in meiner Lehre ein toller Chef, Zuhörer und in vielen Dingen auch Lehrer.

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