Die Wette: 100 neue Mitglieder für die Bebraer Feuerwehren – Wetteinsatz: Das Stadtfest 2023 steht auf dem Spiel

Das Stadtfest in Bebra ist in Gefahr - nur mit mindestens 100 neuen aktiven Mitgliedern in der Feuerwehr ist das Stadtfest im kommenden Jahr zu retten.
Das Stadtfest in Bebra ist in Gefahr – nur mit mindestens 100 neuen aktiven Mitgliedern in der Feuerwehr ist das Stadtfest im kommenden Jahr zu retten.

„Top, die Wette gilt“, heißt es ab sofort in der Biberstadt. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr wettet die Stadt Bebra, dass man innerhalb von nur einem Jahr 100 neue aktive Feuerwehr-Mitglieder findet. Natürlich gibt es auch einen Wetteinsatz – und der hat es in sich! Auf dem Spiel steht nicht weniger als das Bebraer Stadtfest 2023. Scheitert die Wette, wird das Fest im kommenden Jahr nicht stattfinden und Bebra sponsert stattdessen das Rotenburger Kartoffelfest. „Und obendrauf bringen wir noch 50 Liter Freibier mit in die Fuldastadt“, so der Chef der Stadtentwicklungsgesellschaft, Stefan Pruschwitz und Bürgermeister Stefan Knoche.

„Die Wette ist aber nicht einfach eine lustige Idee, sondern hat einen ernsten Hintergrund“, weiß Rathaus-Chef Knoche. Immer mehr Feuerwehren schlagen Alarm, da die Zahlen beim Nachwuchs und den Einsatzabteilungen zurückgehen. So auch in Bebra und Umgebung. „Es ist immer schwieriger, neue Einsatzkräfte zu mobilisieren“, erklärt Stadtbrandinspektor Mike Heckroth.

Mit SEB-Chef Stefan Pruschwitz und Bebraner Carsten Henjes sind bereits die ersten zwei neuen Mitglieder gefunden.

Durch die aktuelle Ausarbeitung des Bedarfs- und Entwicklungsplans wurde der Ernst der Lage nochmals bestätigt. „Wenn wir jetzt nicht beginnen in allen Bereichen um neues Personal zu werben, wird es auf lange Sicht immer schwieriger, die Einsatzbereitschaft im erforderlichen Maße zu gewährleisten“, so Heckroth. Der schlimmste Fall der eintreten könnte: Die Feuerwehr wird zu einem Einsatz gerufen, aber es sind nicht genug Kräfte da, um adäquat zu helfen. Eine Tendenz in diese Richtung sei aktuell leider in vielen Kommunen, gerade in der Tagesalarmsicherheit, erkennbar.

Damit dieser Fall in Bebra nicht eintritt, hat man gemeinsam mit der Stadt und der Stadtentwicklung Bebra mehrere Werbekonzepte entwickelt. Die erste Phase hört auf den Slogan: „Du kannst alles sein. Ein Ehrenjob mit Glücksgarantie. – Ehrenwort“. Heckroth bestätigt, dass es genauso sei: Ob vom „Partygirl zur Powerfrau“ oder vom „Angsthase zum Teufelskerl“, jeder kann in der Feuerwehr seinen Platz finden.

„In der Kernstadt und den Ortsteilwehren bieten wir gerne Schnuppermöglichkeiten an“, so Heckroth weiter. Über die neugestaltete Website der Feuerwehr Bebra (www.feuerwehr-bebra.de – ab morgen, 8 Uhr) kann man Kontakt aufnehmen, um einmal in den Feuerwehr-Alltag reinzuschauen. Wer wirklich aktiv mitmachen möchte, kann sich dann gerne bei seiner Standortfeuerwehr anmelden und die notwendige Ausbildung absolvieren, um bei Brand- oder Hilfeleistungseinsätzen tätig zu werden. „Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl Menschen oder Tieren in Notsituationen zu helfen und obendrein besteht bei der Feuerwehr eine tolle Kameradschaft“, verspricht Heckroth.

Man freue sich auf viele neue Gesichter, die vielleicht schon bald ein wichtiges Team in unserer Stadt Bebra unterstützen.

Die Wette wurde bei einem Treffen von Stadtentwicklern und Feuerwehr beim Bebraer Frühlingserwachen vor einigen Wochen beschlossen. „Die Wette läuft genau ein Jahr, also bis zum Frühlingserwachen im nächsten Jahr“, erklärt Bürgermeister Knoche. Bis dahin wolle man die 100 neuen Mitglieder gefunden haben – ob in der Kinder- und Jugendfeuerwehr oder in den Einsatzabteilungen spiele keine Rolle. Am Ende wird zusammengezählt und „gewinnen werden wir alle“, sind sich Heckroth, Knoche und Pruschwitz einig.

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