Pressekonferenz mit Publikum: Das Interesse an der neuen Lokschuppentechnik war groß.

Bebra investiert antizyklisch auch in Corona-Zeiten – Lokschuppen aufgerüstet: Ab sofort geht alles!

Auch in Zeiten von Corona investiert die Eisenbahnerstadt Bebra. Jüngste Maßnahme: Im Lokschuppen haben die Bebraner eine Ton- und Lichtanlage eingebaut, die weit und breit ihresgleichen sucht.

Robert Cavalier strahlt. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt der Erste Vorsitzende des Fördervereins Industriedenkmal Bahnhof Bebra e.V., der sich maßgeblich für die Erhaltung des Bebraer Wahrzeichens eingesetzt hat. Nach der umfangreichen Sanierung des Gebäudes wurde jetzt in die technische Ausrüstung investiert – und auch da hat Cavalier für eine erhebliche Finanzspritze für die neue Tonanlage gesorgt.

„Mit dem neuen High-Tech-Paket setzen wir uns an die Spitze“, sagt Matthias Bähr selbstbewusst. Der Betreiber der Kult-Location am Bahnhof vermarktet den Lokschuppen und hat die Corona-Pause genutzt, um  technisch im wahrsten Sinne des Wortes bis unter die Dachkante hochzurüsten.

Die neu installierte Line-Array-Anlage verfügt über 24.000 Watt aus 12 Lautsprechern und ein so ausgeklügeltes Sound-System, dass nun von der Gesprächsrunde auf der Bühne über klassische Konzerte bis hin zur Rock- und Disco-Konzerten nahezu alles möglich ist. „Damit sind wir für alle Eventualitäten gerüstet“, erklärt Matthias Bähr, der die Gesamtinvestition mit eigenen Mitteln unterstützt hat.

Das Publikum war begeistert von den Licht- und Tonvorführungen.

„Die Tonanlage in Verbindung mit neuester Mikrofontechnik, dem neuen Lichtkonzept und der stark verbesserten Bühnentechnik verschafft uns einen großen Vorteil bei den Veranstaltern“, ist sich Matthias Bähr sicher. „Wir verkürzen damit die teuren Rüstzeiten für eine Veranstaltung ganz erheblich und sorgen so für ein ‚All-inclusive-Konzept‘. Wer zu uns kommt, braucht keine eigene Technik mehr mitzubringen. Für Veranstalter und Gäste heißt das: Soundcheck, und los geht’s.“

Komplettiert wird die neue Ton- und Lichttechnik durch eine perfektionierte Bühne mit aufwändiger Rückprojektionstechnik. Ab sofort kann auf der Rückwand der Bühne jeder nur denkbare Hintergrund projiziert werden.

Bands können so zum Beispiel mit optischen Effekten ihre Bühnenshow wirkungsvoll untermalen. Dabei ist alles möglich – von Licht- und Farbverläufen bis hin zu Filmen, die mit der Veranstaltung korrespondieren. Informationsveranstaltungen oder Bühneninterviews lassen sich ab sofort mit Videos oder Bildern formatfüllend hinterlegen. „Es gibt keine Grenzen mehr. Mit der neuen Technik ist der Lokschuppen multifunktional einsetzbar – jetzt geht wirklich alles!“, freut sich Matthias Bähr, der zudem für die Corona-Zeit an individuellen Bestuhlungskonzepten gefeilt hat, um trotz der Pandemie Veranstaltungen organisieren zu können. Mit mehreren verschiedenen Bestuhlungskonzepten ist der Lokschuppen stets auf der sicheren Seite.

Hausherr der Bebraer Kult-Location ist SEB-Geschäftsführer Stefan Pruschwitz, der die neue Technik bereits in Augenschein genommen hat. „Ich bin begeistert, welche Möglichkeiten sich hier jetzt bieten. Das ist wirklich ganz große Klasse“, freut sich der Chef der Stadtentwicklung.

Gast des Abends auf der Bühne war Pianist Jan Luley, der eine beeindruckende Vorführung seines Könnens gab. Im Anschluss fand noch ein Konzert mit zwei DJs statt.

Die neue Ton-, Licht- und Bühnentechnik im Lokschuppen repräsentiert einen Gesamtwert von rund 170.000 Euro. Maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Summe gestemmt werden konnte, hat einmal mehr der Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra e.V. Dessen Vorsitzender Robert Cavalier hatte den Antrag eingereicht.  „Ich freue mich außerordentlich über den erfolgreichen Kurs, den der Lokschuppen bis jetzt genommen hat. Die Förderung mit Leader-Mitteln zeigt auch die Wertschätzung, die man uns hier in Bebra entgegenbringt.“

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